Reisen
Österreich
Tauchurlaub 2007
Österreich 2007
Unser Herbsturlaub führte uns dieses Mal wieder nach Tirol. Am Donnerstagabend kamen wir im Hotel am Urisee an und wurden sehr freundlich begrüßt. Kim freundete sich auch gleich mit Kimi, dem 8 Monate alten Neufundländer der Familie Kuzmiak, an.



Am Freitag ging es dann auch gleich los zum Blindsee. Leider spielte das Wetter nicht mit und es regnete. Unter Wasser war die Sicht trotzdem recht gut und der Tauchgang war entspannend (war ja auch mein erster Tauchgang als PADI- OWSI )! Viel Fisch war leider nicht, nur ein paar kleine Zander und ein paar Forellen. Der Blindsee liegt 1093m hoch und ist 25m tief. Anmelden muss man sich im Mohr Life Ressort. Bezahlen brauchten wir nicht, da wir vom Hotel Urisee kamen.



Abends machten wir noch einen schönen Spaziergang um den Urisee, da lies sich dann sogar die Sonne mal kurz blicken. Samstag wollten wir eigentlich in den Lechausee, aber die Gruppe Schweitzer aus unserem Hotel war schneller und so gingen wir in den Urisee. Der Urisee liegt 930m überm Meeresspiegel und besteht eigentlich aus 2 Seen, der Vordere ist ca.25m und der Hintere ca. 38m tief. Dass es 2 Seen sind sieht man aber nur, wenn der Wasserstand ganz niedrig ist. Ansonsten sieht er auch wie ein See aus. Leider war durch die starken Regenfälle und den damit verbundenen Wasseranstieg die Sicht nicht wirklich gut. Wir tauchten trotzdem über eine Stunde und ich fotografierte die kotzenden Muscheln. Die sahen ganz witzig aus, aus allen Muschen quoll grüner Schleim.



Eine unfreiwillige Unterbrechung mussten wir einlegen, da meine Blase zu platzen drohte. Ich stürmte aus dem Wasser, vorbei an 3 Omis auf einer Bank, rein in den Wald. Danach konnten wir den Tauchgang entspannt fortsetzen. Sonntag fuhren wir dann aber zum Lechausee. Die Sicht war wirklich grandios, aber das Wasser auch recht frisch mit 9Grad. Etwas schwierig war es mit der Tarierung beim Foto-grafieren, da der See meistens nur 2-3m tief ist. Beim Durchschauen der Bilder, stellte ich auch fest, das ich nicht Meerjungfrauen ähnlich als Model auf den Bildern schwebte, sondern eher Ähnlichkeit



mit einem paddelnden Elefanten hatte. Trotzdem war es super schöner Tauchgang und ich kann es nur jedem empfehlen. Der Lechausee liegt 850m über dem Meeresspiegel und ist max.6m tief. Anmelden muss man sich im Allgäuer Taucherhof, oder wenn man im Urisee übernachtet übernimmt das Fam. Kuzmiak vom Uriseehotel. Da jetzt schönes Wetter war, machten wir am Nachmittag noch einen Ausflug zum Plansee. Dort kann man auch tauchen, das ist aber kostenpflichtig und recht überlaufen mit Tauchern. Der See ist der zweitgrößte See in Tirol mit 245Hektar, 6km Länge, 1km Breite und 84m Tiefe. Es ist aber nur an drei Einstiegstellen das Tauchen erlaubt. Wir begnügten uns mit einem Spaziergang, da wir 2004 das Tauchen dort nicht so toll fanden.



Montag war schon wieder Abreise, wir durften auch noch etwas länger im Zimmer bleiben. Fazit: Sehr praktisches Hotel, das familiär und nett geführt wird. Eigentlich für Taucher perfekt und für Hunde das Paradies auf Erde. Aber unser Urlaub war ja noch nicht zu Ende. Wir fuhren bei schönstem Sonnenschein weiter auf dem Fernpaß zu dem Schloß am Fernsteinsee. Leider ging es Stefan nicht so gut, so dass wir an diesem Tag nicht mehr tauchen konnten. Im Schloß waren wir in der Meinhardsuite untergebracht, die über 2 Etagen ging und noch im Stil des Königs Ludwigs des 2. eingerichtet ist. Der Blick aus den Fenstern ist fantastisch, die Einrichtung sicher Geschmacksache. Mein Geschmack ist es auf jeden Fall nicht.



Dienstag hatten wir uns für 11Uhr für den Samarangersee angemeldet. Eigentlich dürfen nur max.6 Taucher zur gleichen Zeit in den See, als wir ankamen, waren aber mindestens 16 Taucher im See. Der Samarangersee liegt 1000m über dem Meeresspiegel, ist 18m tief, hat Sichtweiten bis 100m und ist A….kalt!!! Leider sind beim Einstieg gleich unsere Kameras beschlagen, so dass wir keine vernünftigen Fotos machen konnten. Gegen Ende des Tauchgangs war der Beschlag dann zwar weg, aber leider auch die Sonne. Der See ist aber wirklich cool, durch die gute Sicht, sehen die Baumstämme von Weitem wie Streichhölzer aus. Ein Teil der Stämme ist mit weißen und grünen Schleimalgen bezogen,



was wirklich märchenhaft aussieht. Nachdem wir ein Mittagsschläfchen gemacht hatten, füllten wir unsere Flaschen an der Füllanlage – Chips dafür gibt es an der Rezeption – ein Chip reicht für 12Liter, was man auch auf 2 Flaschen aufteilen kann. Dann ging es in den Fernsteinsee, Einstieg zwei. Leider beschlugen die Kameras gleich wieder trotz Simagelkissen. Zu Anfang ist der Tauchgang recht eintönig, weiter hinten kommt dann aber die Madonnenstatue und danach kommen einige Äste und Baumstämme.



Der Fernsteinsee liegt auch 1000m überm Meeresspiegel, ist 17m tief, hat Sichtweiten von 40m und ist mit 8Grad doch etwas wärmer als der Samarangersee. Tauchen ist nur erlaubt, bei mindestens 2 Übernachtungen mit Halbpension, in den Fernsteinsee darf man ab 50TG’s und in den Samarangersee ab 100Tg. Abends blieben wir noch wach um in Stefan’s 40igsten reinzufeiern. Am nächsten Morgen beim Frühstück war der Tisch super eingedeckt und eine dicke 40 sprang einem auch sofort ins Auge.



Wir gingen an diesem Tag vormittags auch noch mal in den Samarangersee und nachmittags in den Fernsteinsee Einstieg 3, aber Stefan hatte wohl nicht wirklich Lust aufs Tauchen. Man merkte ihm jetzt doch die 40ig an - Magenschmerzen, Durchfall, Ohrenschmerzen, Nasenschmerzen, Kopfschmerzen, Knochenschmerzen, mmh hab ich noch was vergessen??? Einige Probleme hatten wir auch beim Verlassen des Seegeländes, da die Kühe vor dem Tor standen und darauf warteten vom Almöhi (er sah wirklich so aus - war aber sehr nett) in den Stall gelassen zu werden.



Donnerstagvormittag traten wir dann ziemlich erschöpft die Heimreise an. Fazit: Essen ist super, Service hervorragend, Fernsteinsee und Samarangersee sind wirklich ein Hit - allerdings würde ich nie wieder im Schloß übernachten. Wir hatten das Auto im Tal geparkt und mussten so jeden Tag mindestens 4mal die mindestens tausend Stufen zum Schloß runter und wieder hoch laufen, und im Schloß selbst dann auch noch mal bis unters Dach. Meine Waden sind immer noch steinhart und schmerzen bei jeder Bewegung und jedes mal wenn ich oben angekommen bin, hätte ich einer Dampflok in Sachen schnaufen Kongruenz machen können.



Für fitte Taucher ist das sicher kein Problem, aber die Ü40iger sollten lieber in der Villa Lorena übernachten!
Mit einem freundlichen „Grüß Gott“
Kerstin

