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Home Reisen Malediven

Malediven 23.05. - 07.06.2006

Malediven- wie das schon klingt! Bei Tauchern hat es einen ganz besonderen Ruf und so entschieden wir uns bereits im Dezember 2005 im Mai 2006 auf die Malediven zu fliegen… relativ schnell hatte sich eine recht große Gruppe mit neun Leuten gefunden – Kerstin, Stefan, Anja, Matthias, Tim, Edda, Herbert, Gerfried und ich- so dass nur noch die passende Insel gebucht werden musste: Zuerst sollte  es Embudu Village sein, aber nach diversen negativen Berichten über diese Insel bzw. der dazugehörigen Tauchbasis wurde kurzerhand wieder umgebucht: Club Faru im Nord Male Atoll sollte es nun endgültig werden… eine Wahl mit Höhen und Tiefen- aber dazu später mehr..

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Nachdem Gerfried in Berlin noch auf den letzten Drücker seinen OWD-Kurs absolvierte, konnte es dann endlich losgehen: der Flug ab Frankfurt im Nachtsprung verlief problemlos und dann lagen sie endlich vor uns… die Atolle der Malediven: schon der Anblick dieser Inselgruppen während der Landephase ist atemberaubend und die Landung auf der Flughafeninsel Hulule selbst ist ein Erlebnis: eine Start- und Landebahn, welche umgeben ist vom Indischen Ozean…

Der Transport mit dem Speedboot zur nahe gelegenen Insel war dann genau das Richtige, um wieder munter zu werden, hatte uns doch die Hitze beim Verlassen des klimatisierten Flugzeugs ziemlich zugesetzt.

Die Insel selbst war gerade für die „Malediven-Wiederholungstäter“ unserer Gruppe eine ziemliche Enttäuschung: die Bungalows wirkten veraltet und die Insel nicht typisch „maledivisch“. Nach der ersten Nacht beschlossen jedoch alle, sich dadurch nicht ärgern zu lassen, sondern einfach den Urlaub zu geniessen. Erleichtert wurde das Ganze durch hervorragendes Essen, welches in Buffetform angeboten wurde.

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Die „Ocean Venture Diving“- Tauchbasis gefiel uns auf Anhieb: Sabine, Vicky und „current-Harry“ kümmerten sich sofort um uns, ohne nachlässig zu arbeiten- die Brevets und die Tauchtauglichkeits-untersuchungen wurden sehr gründlich kontrolliert und nach dem kurzen Checkdive in der Lagune, der für jeden obligatorisch ist, ging es endlich zu den Tauchplätzen. Diese waren ausschließlich mit dem Dhoni zu erreichen, da die Insel über kein Hausriff verfügt.

Während Kerstin, Stefan und ich selbständig loszogen, gingen Gerfried, Matthias und Tim begleitet los- allerdings ohne Aufpreis zahlen zu müssen. Anja konnte leider nach einer, kurz vor Reiseantritt erfolgten Zahn-OP, noch nicht mittauchen.

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Edda und Herbert, die Nichttaucher der Truppe, amüsierten sich mit Schnorcheln. Gleich der erste Tauchplatz war ein absolutes Highlight: der Manta Point- die Sicht war hier etwas durch das Plankton getrübt, aber hauptsächlich aus diesem Grund trifft man hier auf die Teufelsrochen.

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Insgesamt sollte es uns noch vier weitere Male hierher führen um die teilweise 5 Meter großen Giganten aus allernächster Nähe zu sehen. Die Weißspitzen- und Schwarzspitzenriffhaie waren deutlich scheuer und kamen nicht so nah an uns heran. Weiterhin gab es Schildkröten, Muränen aller Art und unzählige Riffische zu beobachten.

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Die 2 Wochen vergingen viel zu schnell… wir besuchten weitere bekannte Tauchplätze, wie z. B. „Turtle Point“ (an dem es seltsamerweise keine Turtles zu sehen gab), „Bandos Rock“ oder „Banana Reef“- die Betreuung durch Vicky und Sabine, die wir beide schnell ins Herz schlossen, war vorbildlich und auch Harry (aus dem schnell „current-Harry“ auf Grund seiner Vorliebe für Strömungstauchgänge werden sollte) trug meistens zum Gelingen der Dives bei.

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Wir betauchten das Wrack der „Victory“,  machten richtige Strömungstauchgänge, waren bei einer Tauchausfahrt bei kabbeliger See dabei, die für den Magen einer Engländerin nicht das Beste war, erlebten Anjas TG 13 (sorry: aber dies ist nur für Insider bestimmt) und einen Gerfried, der zum Schluß, trotz eingedellter Nase, gar nicht mehr aus dem Wasser wollte.

Kerstin schoß natürlich sowohl Unterwasser als auch Überwasser Bilder ohne Ende… schätzungsweise 2400 waren es am Schluß…

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Die Engländer auf der Insel waren recht friedlich- negativ fielen eher betrunkene Franzosen und – nach westlichen Standarts- ohne Tischmanieren ausgestattete Chinesen auf…

Das Inselpersonal war überwiegend sehr freundlich- etwas Pech hatten wir aber mit unserem Tischkellner, der ständig missmutig wirkte und auf Nachfrage „Überarbeitung“ als Grund angab- wir hätten gerne mal gesehen, wie er erst schaut, wenn er mal wirklich viel zu tun hat…

Die Flugbesatzung unseres Rückfluges befand sich übrigens die letzten 3 Tage auch auf der Insel und der Flugkapitän ging sogar mit uns tauchen- die Überlegung, ihn mit 20 Kilo Blei zu versenken, um unseren Aufenthalt auf den Malediven zu verlängern, wurde allerdings recht schnell verworfen…

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„Nitrox for free“ gibt ´s leider nicht, sondern wird mit 3 Dollar pro Tauchgang berechnet. Das Buchen von Tauchpaketen jeglicher Art bereits in Deutschland ist sehr empfehlenswert, da hier wirklich gespart werden kann. Equipment haben wir fast komplett aus Germany mitgebracht… das Leihequipment der Basis machte aber einen sehr ordentlichen, gepflegten Eindruck.

Die Einhaltung der maximalen Tiefe von 30 Metern (OWD: 18 Metern) und der maximalen Tauchdauer von 60 Minuten ist zwingend erforderlich- andernfalls drohen drakonische Geldstrafen im Bereich von mehreren 1000,- US-Dollar durch die maledivischen Behörden.

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Absolut wichtig ist auch das Buchen von „all inclusive“: schon die Getränke, die während des Tages getrunken werden, würden ansonsten richtig teuer werden- ganz abgesehen von dem einen oder anderen Vodka/Lemon oder Bierchen, welche abends geschlürft wurden.

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Der Rückflug war dann genauso easy wie der Hinflug und es ist schon erstaunlich: auf Grund der Zeitverschiebung von 3 Stunden konnten wir morgens um 8.30 Uhr im Indischen Ozean frühstücken um dann gegen 19.30 Uhr im ca. 8600 km entfernten Deutschland zu landen. Ehrlicherweise muß zugegeben werden, dass wir uns noch in der gleichen Nacht einen Mc Donalds- Besuch gönnten…

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Fazit: Die Malediven sind traumhaft schön und wir werden vielleicht irgendwann wiederkommen... immer wieder gern mit der Tauchbasis, aber sicherlich nicht auf die Insel.

Bei so einer großen Gruppe gibt ´s natürlich auch mal Unstimmigkeiten- insgesamt hat es aber gut hingehauen…

… und dann beschäftigt uns natürlich die Frage, wann uns „current-Harry“ wieder über den Weg läuft, den wir mit seiner- als Rock getragenen Wolldecke- mehr oder weniger ins Herz geschlossen haben Grinsen

 

Dirk

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