Reisen
Deutschland
Malente 2009
Malente Dezember 2009
Ein paar Tage nach dem wir sonnenverwöhnt aus Kenia zurück gekehrt sind, ging es am 30.12. noch mal für 6 Tage in ein Ferienhaus nach Malente. Elke, Torsten, Andy, Dirk und die beiden Kids Till und Dustin sind schon am Vormittag gestartet, Stefan ,Kim und ich starteten nach der Arbeit. Als wir abends ankamen, waren der Kamin und der Grill schon angeschmissen.
Am Silvestertag ging es zum Großeinkauf und abends gab es dann Raclette und Fondue. Kurz vor Mitternacht machten Dirk, Stefan und ich uns dann für den Silvestertauchgang fertig. Wir schafften es dann auch vor Mitternacht noch im Wasser zu sein, aber abtauchen schafften nur Stefan und Dirk. Ich hatte zu wenig Blei mit oder war zu dick angezogen – auf jeden Fall hing ich an der Oberfläche. Stefan und Dirk zogen mich dann gemeinsam runter und schon lief sehr kaltes Wasser in meinen linken Handschuh und zog sich eiskalt bis hoch zur Schulter (Dank an den Handschuhzumacher). Stefan gab Zeichen zum auf den Boden setzen und Sekt trinken – ich gab Zeichen zum weitertauchen, da jetzt auch noch Wasser in meine von Mäuse angeknabberte Maske (in Kenia passiert) lief. Wenigstens wollte ich ein paar Fotos machen, aber auch das ging nicht, da meine halberfrorene Hand keine Taste mehr bedienen konnte und irgendwas auch mit der Kamera nicht hinzu hauen schien. 20min später war ich sehr froh den Tauchgang beenden zu können! An der Oberfläche stießen wir dann doch noch mit Sekt auf das neue Jahr an und schauten uns noch den Rest vom Feuerwerk an. Der Versuch doch noch Fotos zu machen, funktionierte immer noch nicht wirklich, irgendwie fokussierte die Kamera nicht wirklich.


Durchgefroren im Haus angekommen, legte ich meine Kamera im Handtuch ab und zog mich erstmal schnell um. Danach nahm ich meine Kamera aus dem Gehäuse und wunderte mich wieso die Kamera tropfte. Dann sah ich mit Entsetzen das Wasser was den ganzen Port ausfüllte! Der Vorteil –wenn ein Jahr so bescheiden anfängt, kann es ja wohl nur noch besser werden. Glück im Unglück-Kamera und Fisheye haben das Wasserbad überlebt, der Domport allerdings ist nach nur 3Monaten undicht und jeder der mich kennt weiß, das ich Kamera und Gehäuse vorsichtiger wie ein rohes Ei behandle und immer super pflege. Trotzdem wurde es noch ein schöner Abend (Morgen), mit interessanten Gesprächen und ein wenig Alkohol bis um 5Uhr morgens. Neujahr fuhren Elke, Torsten, Dirk und die Kids an den Timmendorfer Strand ins Spaßbad, der Rest ging ins Wildgehege in Malente.

Samstag sollte dann der große Tauchtag werden, erst Ostsee und dann nochmal spülen im Dieksee. Ostsee viel aber wegen chronischer Unlust und Kälte aus und wir machten uns für den Tauchgang direkt am Haus bereit. Diesmal lief bei mir alles glatt (außer das ich mir ohne Kamera ziemlich nackt vorkam) und Torsten hatte diesmal die A-Karte gezogen. Beim Flossen anziehen riss er sich seinen Trockenhandschuh am Stinkefinger ab und kam nun auch in den Genuss des kalten Wassers. Till holte aus dem Haus Stefans Ersatzhandschuh, allerdings war der zu klein, also blieb Torsten nichts weiter übrig als mit einem Naßhandschuh zu tauchen. Der Tauchgang war ok, Sicht war ganz gut und es gab jede Menge Schnecken und Muscheln.
Die Wassertemperatur betrug 2Grad somit beendeten wir den Tauchgang dann nach ca.25min. Ich war trocken geblieben, Stefan hatte meinen undichten Trocki vor dem Urlaub repariert. Torsten Gesicht war allerdings schmerzverzehrt, seine Finger waren wohl ziemlich kalt. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen (hatte ja Silvester das gleiche Vergnügen) und spürte neben Mitleid auch ein klein wenig Schadenfreude (Torsten war mein "Handschuhzumacher" an Silvester gewesen)!
Der Tag wurde mit einem sehr lustiger Rommeeabend beendet, bei dem Torsten mit Brause statt Wermut veräppelt wurde und Dirk mit seiner - ICH KLOPFE IMMER - Technik Haushoch verloren hat. Sonntag war dann Abreise, nur Andy, Stefan, Kim und ich blieben noch bis Dienstag früh. Sonntag gab es einen Strandspaziergang am Timmendorfer Strand und leckere Fischbrötchen. Montag fuhren wir noch mal in den Wildpark, das ist wirklich ein Erlebnis. Wildscheine und Rotwild sind zwar hinter einem Zaun, aber das Dammwild läuft frei in dem Gehege rum und ist sehr zutraulich, wenn man eine Tüte Futter dabei hat. Am lustigsten war die Begegnung zwischen Kim und einem Damhirsch. Kim war der Meinung ihr stehe auch ein Teil vom Fladenbrot zu und verteidigte das Brot mit Pfote drauf und Zähne fletschen gegen den das Geweih senkenden Hirsch. Was mich doch sehr verwunderte, da sie sonst ja sogar um einen Plüschtiger (Eingang Stöckheimer Zoo) einen Bogen macht.

Dienstag früh ging es dann auch für uns nach Haus und zurück in den Stress der Arbeitswelt.
Im Jahr 2009 konnte ich mir einige Sachen von meiner Wunschliste erfüllen (Orca ,Kenia ,Kamera) und ich wünsche mir und allen anderen, dass es 2010 auch zu vielen weiteren Wunscherfüllungen kommt!
Kerstin
