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Home Reisen Deutschland Hausboottour 2010

Hausboottour 07.05.- 14.05.2010

Es sollte der etwas andere  Urlaub werden- also entschieden wir uns für etwas, was wir schon immer mal machen wollten: eine Hausboottour!

Wir, das waren: Elke, Kerstin, Stefan, Torsten, Hank, Jens, Schäferhündin Kim, sowie meine Wenigkeit. Nach langer Recherche stieß Kerstin auf einen Anbieter, der Touren im Bereich der Havel anbot… schnell gebucht und dann sich auf die Reise vorbereiten: welche Wasserstraßenkarte wird gebraucht, wo kann man ggfs. Tauchen, wo bekommen wir Luft her oder nehmen wir den Kompressor mit und welche Route kann gewählt werden? Fragen über Fragen, die  sich mit der Zeit klären ließen- einige aber auch erst vor Ort.

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Dann ging es endlich los- gleich mit einem Schock. Der von uns auserkorene Kapitän Torsten (weil einziger mit Bootsführerschein) schleppte sich mit einer Erkältung schwer angeschlagen  zum vereinbarten Abfahrtspunkt. Nur mit Hilfe von Medikamenten überstand er die ca. 3,5 Std. lange Anreise nach Fürstenberg. Dort folgte dann der nächste Schock: dass das Schiff 15 m lang sein würde, wussten wir, aber  wie lang das im wahren Leben ist, erkannten wir erst, als wir am Heck der Penichette 1500 standen… verdammt lang!!

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Es blieb aber keine Zeit zum Nachdenken. Nach dem Einchecken an Bord mit Verstauen des vorher eingekauften Proviants, sowie des Tauchequipments, wurden erst mal die Kabinen begutachtet.. Viel Platz war darin nicht, aber die Betten erwiesen sich als besser als angenommen und waren gut beschlafbar. Die zwei Duschen waren völlig ausreichend- lediglich die zwei Toiletten verlangten nach akrobatischen Höchleistungen … insgesamt fühlten wir uns sofort wohl- sogar ein Fahrrad hatten wir zum Brötchen holen an Bord.

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Danach  bekamen wir eine kurze Einweisung auf dem Schiff. Obwohl es in MeckPomm nach Einweisung möglich ist, solch ein Wasserfahrzeug ohne Bootsführerschein zu fahren, war uns anderen schnell klar: Torsten ist unser Mann am Steuerstand, auch wenn seine Motorbootsprüfung bereits vier Jahre zurück lag, er danach nie wieder ein Boot gesteuert hatte und besagtes Boot auch lediglich drei Meter lang war. Also war dieser Tripp auch für Torsten ein ziemliches Abenteuer… der fiebrige Blick und die teilweise weit aufgerissenen Augen waren aber auf die fiebrige Erkältung zurück zu führen. Grinsen

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Unsere Tour begann am Röblinsee und führte uns beim ersten Abschnitt bis zur Schleuse Strasen. Keine Frage: die erste Schleuse ist schon was besonderes, aber mit der Zeit wurden wir zu richtig erfahrenen Schleusenenxperten. Schnell kristallisierten sich die Aufgaben an Bord heraus, die jeder zu erledigen hatte: Torsten war Käpt´n, Jens und Stefan waren Leinenführer beim Anlegen des Bootes, Hank Brötchenholerin und ich kümmerte mich um die Navigation. Elke und Kerstin kümmerten sich um das leibliche Wohl, wobei an Bord hauptsächlich  das Frühstück zelebriert wurde mit Ei, Schinken, Nutella und literweise Kaffee.   Kerstin und Stefan hatten uns standesgemäß mit Seemanns- Kopfbedeckungen ausgestattet – entgegenkommende Boote erkannten also sofort, dass sie es mit einer erfahrenen Crew zu tun haben.Winken

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Kim fühlte sich auch wohl an Bord und so erkundeten wir u. a. Pälitzsee, Zotzensee, Mirowersee, Kleine Müritz, Labussee, Woblitzsee, gr. Priepertsee, Woblitzsee, Rheinsberger See sowie viele Kanäle und Wasserstraßen. Auf die Müritz trauten wir uns dann doch nicht: gerade bei stärkerem Wind oder gar Sturm, kann man mit solch einem Boot, wie wir es hatten, schnell in Seenot geraten. Obwohl wir uns vornahmen, einige Tauchgänge zu machen, schafften lediglich Stefan und ich es einmal ins Wasser: im Rheinsberger See an der Rhemusinsel setzten wir den Anker und dann ab ins Wasser. Wir haben selten so schlechte Sicht gehabt, wie bei diesem TG- Fische gab es gar nicht zu sehen und so war nach 30 Minuten dieser „Spaß“ beendet.

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So spielte  sich das Leben an Bord schnell ein: Hank war morgens der erste, Jens abends der letzte, Torsten morgens erst nach dem vierten Kaffee  voll da, Elke immer aufmerksam, dass es dem Käpt´n gut geht, Kerstin wie verrückt am Photographieren,  Stefan und Kim ziemlich relaxt (wobei Kim manchen Meter am dem Boot zurücklegte und das Hupen vor Brücken nicht wirklich toll fand).

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Die sechs Nächte verbrachten wir in sechs verschiedenen Häfen: am schwarzen See, in Rheinsberg, Mirow, Buchholz, Wesenberg und in Fürstenberg. Sechs völlig unterschiedliche Locations, teilweise mit bilderbuchhaften Sonnenuntergang oder mit einem Hafenfest. Abends gingen wir in den jeweiligen Orten essen: einmal gab es Pizza, die anderen Male deftige deutsche Küche, wie z. B. Schnitzel oder auch mal einen Salat. Anschließend gab es dann noch ein kühles Bier, einen Wein oder  irgendwelche Fantasie-Likörmischungen, welche die Mädels angeschleppt hatten.

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Die Sonne fehlte leider etwas, aber heftigen Regen hatten wir am Tag zum Glück nicht- eine Woche zu siebt auf so engem Raum: da muß man schon gut mit einander klar kommen.. und das sind wir! Es gab viel zu lachen, z. B. als Torsten versehendlich während der Fahrt den Stromschalter  austrat und kurzzeitig dachte, dass Boot ließe sich nicht mehr manövrieren oder Hank auf dem zu kleinen Rad auf dem Weg zu seinen geliebten Brötchen… wobei die Zwischenmalzeit, direkt nach dem Frühstück, mindestens genauso wichtig ist.Grinsen

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Daher  planen wir für ´s nächste Jahr wieder solche Tour- dann vielleicht mit ein paar schöneren Tauchgängen und etwas Sonne.

Gut Luft

Dirk

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