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IDC 2007
Fulda 12.9.- 23.09.2007
Tauchlehrerausbildung (IDC) von Kerstin und Dirk
Staff-Ausbildung von Stefan
Seit gut 2,5 Jahren waren Kerstin und ich nun Divemaster. In dieser Zeit haben wir Stefan bei vielen Tauchkursen assistiert- so kam es, wie es kommen musste… es entwickelte sich der Wunsch, sich selbst zum Tauchlehrer ausbilden zu lassen. Während Kerstin sich bereits Ende 2006 zum IDC anmeldete, konnte ich mich erst im Frühjahr dazu durchringen.Recht schnell kristallisierte sich Fuldas Tauchertreff von Thomas Baum als passendes IDC-Center heraus… Wir bereiteten uns mehr bzw. weniger (damit bin ich – Kerstin gemeint) intensiv auf den Kurs vor, indem wir Physik, Physiologie etc. paukten, uns durch ´s Instructor Manual wühlten und mit Stefan im Bad Skills sowie diverse Rescue-Techniken übten. Trotzdem war der Tag der Abreise dann doch erstaunlich schnell da. Stefans Kombi wurde bis unters Dach gepackt und ab ging es nach Poppenhausen. Äh, nein: hier war der Name nicht Programm… vielmehr hatten wir uns 20 km östlich von Fulda ein Appartement gemietet- zum nächtigen und lernen. Der erste Abend war dann auch recht entspannend, aber dann…
Nächsten Tag begann dann der IDC- dieser historische Tag wurde auf der Hinfahrt zum Tauchcenter auch nett auf Foto mit Blitz gebannt… zum Super-Specialpreis von 25 Euros meldete sich kürzlich die Stadt Fulda- Mist!Nach kurzem Beschnuppern der anderen Kursteilnehmer sowie des Ausbilderteams gab es auch gleich die ersten Prüfungen- Tauchtheorie und Padi-Standards. Obwohl einige gleich den hektischen Blick bekamen, schafften wir alle diese erste Hürde.Der anfangs verteilte Stundenplan für die nächsten 10 Tage mit Unterrichtszeiten von 09.00- 18.00 Uhr sowie diverse Aufgabenstellungen für Theorielehrproben ließen erste Zweifel am Spruch „Diving is fun“ aufkommen. Wirklich fun hatten wir beim Unterricht von Thomas… unser Course Director zeichnete sich nämlich nicht nur durch große Fachkompetenz, sondern auch durch einen begnadeten Erzählstil aus… selbst trockenste Themen konnte er mit so viel Witz vortragen, dass unsere Ohrläppchen öfter Besuch von unseren Mundwinkeln bekamen.
Stefans Aufgabe bestand im Bewerten unserer Theorielehrvorträge, den Schwimmbadskills und Lehrproben im Bad und Freiwasser. Wenn Kerstin und ich abends über unseren Unterlagen brüteten, spielte er dann den Chefkoch- allererste Sahne, das Essen…Die Theorievorträge waren für die meisten von uns ziemliches Neuland- schließlich half uns die- manchmal derbe Kritik- gut vorbereitet in den IE zu gehen. Im Schwimmbad mussten Skills und Lehrproben demonstriert werden- auch hier musste jeder eingestehen, dass nicht alles perfekt saß. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister…


Am ersten Sonnabend waren wir abends dann nach den Freiwasserlehrproben im Baggersee Dietz alle Assistent-Instructors. Das erste Ziel war erreicht- wir wussten aber, das es noch viel zu tun gab… Die zweite Woche verging mit Vorträgen, Schwimmbadübungen, Lernen und Vorbereiten auf den IE…Kerstin und ich halfen uns gegenseitig und Stefan ertrug abends unsere Briefings, Vorträge und Diskussionen über Auslegungen von Standardregeln mit stoischer Ruhe und „gespieltem Interesse“… die Spannung stieg und jeder fieberte der Abschlussprüfung entgegen.
Der IE
Am Freitag ging es endlich los… äh… d. h.: es sollte nachmittags losgehen. Der externe Prüfer verspätete sich jedoch etwas, so dass wir erst abends um 18.30 Uhr unsere Aufgaben für ´s Wochenende erhielten. Kerstin und ich hatten dabei Losglück: die Schwimmbad- und Freiwasserlehrproben wurden als vermeintlich nicht ganz so schwer eingestuft. Bis Mitternacht saßen wir zusammen und arbeiteten unsere Vorträge und Briefings aus.
Am Sonnabend ging es zuerst ins Schwimmbad- 5 Skills aus dem OWD-Kurs müssen in Präsentationsqualität vorgeführt werden. Außerdem musste als Lehrprobe eine Tauchfertigkeit als Instructor demonstriert werden, die Tauchschülergruppe gemanagt und Fehler erkannt und angemessen darauf reagiert werden.Zwei unserer Mitstreiter haben hier leider die rote Karte gesehen- Kerstin und ich waren trotz eines Wacklers weiter dabei.
Dann gab es die Briefings, die Theorievorträge und die schriftlichen Prüfungen. Hier wuchs Kerstin über sich hinaus, hatte sie doch die 5 Tauchtheorietests und den Standardtest als ihre Schwachpunkte ausgemacht.(stimmt nur bedingt – Physik und RDP waren meine Horrorpunkte - Kerstin) Während sie bei den 5 Test im gesicherten Mittelfeld lag (jeweils über 80 % bei mindestens benötigten 75 %) begann ihr Stern im Standardtest hell zu leuchten: 98 % waren hier der absolute Spitzenwert und nicht nur Kerstin fragte sich, wer wohl bei diesem Test ihren Kugelschreiber geführt hat *grins*. Am Sonntag lag nur noch die Freiwasserlehrprobe im Baggersee Dietz an- die fast 2stündige Anfahrt trug jedenfalls nicht dazu bei, die Nervosität klein zu halten… fast geschafft: jetzt nur keinen Mist bauen.



An der Oberfläche musste Rescue-Übung Nr. 7 durchgeführt werden, anschließend wurde samt Examiner abgetaucht und die jeweiligen Lehrproben durchgeführt. Danach gab es noch die Debriefings mit sofortiger Bewertung und der Gratulation des Examiners „Glückwunsch zum bestandenen IE, Frau bzw. Herr Instructor“…. Ein verdammt nettes Gefühl. Dann wurde kräftig umarmt- drei von dreizehn hatten es leider nicht geschafft. Für Kerstin und mich sind dieser IDC und IE gut ausgegangen. Es waren anstrengende Tage, die wir so schnell nicht vergessen werden.
Trotz aller Spannung war es eine lustige und gute Atmosphäre in Fulda- die Brevetierung zum Tauchlehrer muß hart erarbeitet werden, aber die Vorbereitung durch Thomas und sein Team war erstklassig.Etwas untergegangen ist auch Stefans Brevetierung zum Staff-Instructor- er kann jetzt bis zum Assistant Instructor ausbilden und wird das sicher mit dem gleichen Eifer machen, wie jede Tauchausbildung, die er durchführt. Ohne ihn wären Kerstin und ich definitiv jetzt keine Tauchlehrer.Die Rückfahrt verlief dann überschwänglich- vorher musste nur noch unser Appartement in Poppenhausen übergeben werden. Die Vermieterin war fast traurig, dass wir wieder abreisten, aber uns ist klar: auch wenn es noch Mal in diese Gegend geht- Poppenhausen wird es nicht wieder werden.
Kerstin und Stefan sind übrigens 4 Tage später in den Tauchurlaub nach Österreich gefahren- dort haben sie es dann wieder erlebt, dieses „Diving is fun“- Gefühl!!
Gut Luft
Dirk