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Mein erster Tauchurlaub - Ägypten 2005

Nachdem ich tapfer meine für das rote Meer erforderlichen  Tauchgänge in den hiesigen, zu dieser Jahreszeit sehr trüben lokalen Tauchgewässern absolviert hatte, freute ich mich riesig auf den bevorstehenden Urlaub mit meinen Freunden Kerstin, Stefan & Dirk'sen. Es sollte am 23.05.05 nach Ägypten an das Rote Meer gehen. Nach vielen Preis, - und Leistungsvergleichen im Internet entschieden wir uns gemeinsam für eine 1-wöchige Tauchreise des Reiseveranstalters "Sam-Reisen" nach "Makadi-Bay" in das Hotel "LE Meridien". Makadi-Bay liegt ca. 30 km südlich von Hurghada und besteht aus einem Komplex von 5 großen Hotelanlagen. Das Entscheidungs- kriterium für unser Hotel war die dazugehörige Tauchbasis "SUB-AQUA". Nach einem problemlos absolvierten Flug im Airbus A-320 der renommierten Fluglinie"Condor" landeten wir wohlbehalten am Montag in Hurghada. Selbst die von uns so gefürchteten Attacken der "Bakkschisch-Männchen" (sprich Kofferträger o.ä.) fielen mild aus und so kamen wir relativ pünktlich in unserem Hotel an, welches von außen einen riesigen Eindruck machte. Nach dem normalen Eincheck-Procedere in der feudalen Empfangshalle des Hauses, machten wir uns auf, die genannten Zimmer zu erreichen. Durch lange Gänge zog sich die Suche auf knapp 10 Min. hin und alle Beteiligten waren froh das  zahlreiche Gepäck samt Tauchutensilien den sogenannten Bakkschisch-Männchen (s.o.) anvertraut zu haben. 02
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Nach kurzer Inspizierung des Zimmers ging es gleich am selben Nachmittag zur Tauchbasis, welche sich am hoteleigenen Strand ca. 200 m linker Hand befindet. Von der Basisleitung Sabine & Jochen  wurden wir sogleich herzlich aufgenommen und nach Erledigung des "Papierkrams" meldeten wir uns  für den ersten Tauchgang am Hausriff für den Folgetag an. Dienstag ging es nun frühmorgens nach erfolgtem Frühstück (lecker) zur Basis, wo wir ein erstes "Breefing" und Organisatorisches über die Tauchbasis erfuhren. Unseren "Check-Dive" nahm "Arwin", Tauchguide bei SUB-Aqua, ab und danach konnten wir als "Vierer-Bande" das sogenannte Hausriff-Nord unsicher machen.
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Das Nordriff ist recht groß und erstreckt sich auf eine Tiefe von ca. 3m bis 30m. Das Tauchgerödel wurde von den freundlichen einheimischen Helfern mit einer Karre an den 5 Minuten entfernt liegenden Einstieg gebracht. Nach den bereits erwähnten doch recht trüben Gewässern der letzten Tauchgänge, hatte mich die Vielfalt der zu 50 Min dauernden Tauchgang schwammen uns beispielsweise Flötenfische, Drückerfische, Papageienfische, Clownfische, Rotfeuerfische, Muränen & Falterfische um die Nase. Diese Anfangseuphorie wurde von uns gleich mit in den Nachmittag genommen, wo wir an gleicher Stelle einen 2. Tauchgang an diesem schönen Tauchplatz unternahmen. Dort gesellten sich als Neuentdeckungen ein kleiner Flügelroßfisch sowie Drachenköpfe hinzu.

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Am Folgetag, dem Mittwoch unternahmen wir eine sog. "Ganztagestour" mit einem der 3 zur Verfügung stehenden Boote. Auch hier lief die Organisation zur Beförderung des ganzen "Tauchgerödels" vorbildlich ! Die Fahrt auf rauer See mit teils heftigem Seegang führte uns ca. 1,5 Std. südlich von Makadi-Bay Richtung "Safaga" nach "Tobia Hamra". Dieses schöne Riff betauchten wir knapp 1 Std. ohne besondere Vorkommnisse. Nach ausgiebigem sehr leckeren Mittagessen (wie machen die das nur in der Mini-Kombüse ??) an Bord ging es zu einem benachbarten Riff namens "Tobia Arbaa", dass aus 7 einzelnen Korallenriffen besteht, welche wie Nadeln vom Grund bis kurz unter die Wasseroberfläche reichen. Dort tummelte sich das Unterwasserleben wirklich sehr zahlreich in allen Farben. Absolute Attraktionen dort waren eine 2 Meter große Riesenmuräne und ein sehr stattlicher Napoleonlippfisch, der scheu unseren Weg kreuzte. Zum Schluss dieses bis jetzt schönsten Tauchganges schwamm ein großer Schwarm Sepias direkt unter unserem Boot hindurch - sehr eindrucksvoll !!
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Donnerstag nahm ich dann als alter Sonnenanbeter eine "Auszeit" und frönte mich den ganzen Tag am Pool in der Sonne und der anliegenden Hausbar. Meine 3 Reisebegleiter betauchten während dieser Zeit nochmals die beiden Hausriffe der Anlage. Vor dem folgenden Freitag hatte ich mächtig Respekt !! Es sollte zur "Salem-Express" gehen, einer am 15.12.1991 gesunkenen Fähre, welche mit 690 Personen an Bord - meist Pilger aus Mekka - kurz vor Safaga auf ein Riff aufgelaufen und innerhalb kürzester Zeit versunken ist. Nur 180 Seelen überlebten dieses schreckliche Unglück. Mein Tauchequipment änderte ich sicherheits- halber auf eine 15 L Flasche um, weil dieser Tauchgang einen längeren Aufenthalt zwischen 20-30 m bereithielt !! Auch diesem Wunsch wurde seitens SUB-AQUA sofort spontan entsprochen. Relativ früh ging es dann am Freitagmorgen mit der "Sea-Swan II" bei den gewohnten 35 Grad Außentemperatur ohne jedes Wölkchen zur Unglücksstelle ca. 5 km vor Safaga. Dort angekommen warteten schon 3 weitereTauchboote, weswegen wir den Tauchplatz überquerten und vom langsam fahrenden Boot in das kühle Nass sprangen. Der Anblick der sich uns beim Abtauchen auf 30 m bot war überwältigend - das über 100 m lange Wrack war bestens erhalten, ohne viel Bewuchs im gleißenden Sonnenschein wie ein großes Ungeheuer.
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Leider tauchten wir aufgrund der starken Strömung nur auf der Seite der Aufbauten, die uns "Strömungsschatten" bot. Dieser Tauchgang war aufgrund der Tiefe auf nur ca. 40 min beschränkt, war aber sowohl sehr eindrucksvoll als auch respekteinflössend aufgrund der Tatsache, dass sich dort an Bord noch menschliche Überreste befinden ! Leider ging es unserem Dirk nach diesem Tauchgang nicht so gut und wir 3 Anderen betauchten dann das sogenannte "Panorama-Riff" ca. 40 Min. von der Salem entfernt. Dieser bislang längste Tauchgang mit ca. 65 Min. führte uns an einem nicht mehr ganz intakten Riff entlang.
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Die Konfiguration mit der 15 L Flasche hatte sich bestens bewährt und wurde auch für die Samstags-Tauchgänge am Hausriff-Süd übernommen. Nachmittags betauchten wir dort ein kleines Bootswrack, wo sich ein Blaupunktrochen seine Ruhe gönnte. Des Abends stieg mein Puls dann wieder, denn ich sollte meinen ersten Nachttauchgang absolvieren. Auch hier wieder ein Lob an die Crew der Tauchbasis, die obwohl eine private Feier auf dem Dach des Anwesens stattfand, sich intensiv um Lampen & Breefing kümmerten. Nach Einbruch der Dämmerung tauchten wir im Lampenschein ab und hatten sogleich Begleitung von 2 Rotfeuerfischen, welche uns bis zum Beenden des Tauchganges auch nicht mehr verlassen sollten. Spaßeshalber wurde schon geflachst, dass diese beiden Kerlchen von der Tauchbasis "gekauft" wurden . Tatsache ist, das der Schein unserer Lampen nur eine willkommene Jagdhilfe dieser Raubfische darstellte. Auch dieses Taucherlebnis war überwältigend, da sich nachts wiederum eine ganz andere Tauch-Atmosphäre darbot und auch die nachtaktiven Meeresbewohner im Lampenschein zu bestaunen waren -TOLL !!
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An unserem letzten Tauchtag, dem Sonntag, buchten wir noch eine "Halbtagestour" mit dem Boot an den Tauchplatz "Sharm el Arab" - ein relativ unspektakuläres Riff, welches in ein Sandplateau übergeht. Alles in Allem ein toller Urlaub ohne richtige Kritikpunkte !

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Einzig das Hotel und die damit verbundenen Entfernungen sind sehr groß ! Evt. als kleine Kritik noch zu erwähnen wäre, dass "All in" und "HP" Gäste gemischt im Hotel wohnten und es dadurch an den Bars oftmals zu der Frage kam, welche Getränke überhaupt beim All in beinhaltet waren und welche nicht ?!
Kalauer zum Schluss - wirklich der aller erste Urlaub, wo das Gepäck auf dem DACH !!! des Busses mit Bändern verschnürt zum Flughafen transportiert wurde ;-)) 30 Ich zumindest kehrte gut erholt, braungebrannt, um die Erfahrungen eines Wrack, - und Nachttauchganges reicher, wieder nach Hause zurück. Auf dem Rückflug konnte man sogar noch einen Blick auf die Pyramiden bei Kairo werfen 31




Bye & Winke           

Hank

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Über Wasser Allgemein Unterwasser Salem Express
      
     
    

 

Bei diesem Bericht handelt es sich um einen alten, noch nicht vernünftig formatierten Bericht - eine Änderung hätte grösseren Arbeitsaufwand nachgezogen und daher wird er wie erstellt, präsentiert!

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